Yukon

Ein Fluss gab dem Gebiet seinen Namen – Yukon. Denn die Indianer benannten das Land in der nordwestlichsten Ecke Kanadas nach dem Yukon-River. Yukon grenzt weiter im Norden und Westen an den US-Bundesstaat Alaska und im Osten an die Northwest-Territories. Das Land ist nicht, wie das südlich gelegene British Columbia, eine Provinz, sondern ein Territorium. Damit verfügt Yukon über weniger politische Kompetenzen und untersteht direkt dem Bundesstaat Kanada. Rund 24.000 Menschen in Yukon wohnen in der Hauptstadt Whitehorse. Die restlichen etwa 10.000 Einwohner des Landes verteilen sich auf kleinere Orte.

Das Klima Yukons ist subarktisch bis arktisch; d.h. kurze Sommer und lange, sehr kalte Winter in denen die Temperaturen auch weit unter -25 Grad fallen können. In Burwash Landing, am südlichen Ufer des Kluane Lake, wurde im Winter 2004/2005 mit -58 Grad ein bisheriges Rekordtief in diesem Jahrhundert gemessen. Trotz, oder vielleicht auch wegen der Abgeschiedenheit und der klimatischen Besonderheiten, ist Yukon ein Ziel für viele Reisende, die Kanada besuchen. Zahlreiche Legenden und Geschichten ranken sich um die Zeit des Goldrausches am Klondike River, die nicht nur in den Büchern von Jack London erzählt wurden. Die Natur ist einzigartig. Der größte Teil des Territoriums ist bewaldet. Die Besonderheit dabei ist, dass diese Wälder in Gebieten wachsen, die zu den am nördlichsten gelegenen Vegetationszonen zählen. Hier wachsen Schwarz- und Weißfichten sowie Murraykiefern. Eine der in Yukon lebenden Tierarten sind die Karibus. In riesigen Herden, bisher sind ungefähr 20 davon bekannt, streifen sie durchs Land. Auch tierische Einzelgänger wie der Grizzly oder der Schwarzbär fühlen sich neben Wölfen, Pumas oder Luchsen in Yukon heimisch. Außerdem leben hier zahlreiche Nagetiere und über 250 unterschiedliche und teilweise seltene Vogelarten. Daneben hat Yukon mit dem „Ivvavik National Park“, dem Kluane National Park“ sowie dem „Vuntut National Park“ interessante Natur- und Tier-Reservate zu bieten.