Ontario
Sie ist die Provinz Kanadas mit der meisten Bevölkerung und sie ist so groß, dass dort die gesamte Fläche Deutschlands drei mal hineinpasst. Gemeint ist Ontario, die flächenmäßig größte Provinz in Kanada, die nur noch vom östlich gelegenen Quebec diesbezüglich übertroffen wird. Nördlich von Ontario erstreckt sich die Hudson Bay und im Westen begrenzt Manitoba das Land. New York, Pennsylvania, Ohio, Michigan und Minnesota sind die südlichen Nachbarn, die bereits zu den USA gehören. Die Lage und die Größe Ontarios lassen verschiedene Klimazonen in der Provinz zu. Im hohen Norden geht es mit bis zu Minus 40 Grad im Winter und kurzen aber relativ warmen Sommern fast polar zu. Dagegen ist im Süden und Südosten der Provinz das Klima als feucht und gemäßigt kontinental zu bezeichnen. Besonders die großen Wasserflächen beeinflussen das Klima. Die Mitte des Landes ist, klimatisch betrachtet, etwas zerrissen. Hier gibt es je nach Region feucht-heiße Sommer und kalte Winter mit teilweise gut verteilten Regenmengen. Toronto, am Nordwestufer des Ontariosees gelegen, ist nicht nur Hauptstadt, sondern gleichzeitig auch mit rund 2,5 Millionen Einwohnern die größte Stadt Ontarios.
Wie in anderen kanadischen Provinzen ist die Natur in Ontario das beherrschende Thema für Einwohner und Besucher. Schließlich leben in Ontario mehr als 400 Vogelarten, hier rasten tausende Schmetterlinge auf dem Weg ins weit entfernte Mexiko und viele Wildtiere und seltene Pflanzen haben in der Provinz Ontario eine Heimat gefunden. Neben den berühmten Niagara-Fällen hat man die Auswahl zwischen sechs National Parks, von denen der Bruce Peninsula National Park seitens der UNESCO als Biosphären-Reservat anerkannt wurde. Ein weiteres Beispiel der Parkvielfalt ist ungewöhnlich. Es ist der Fathom Five National Marine Park, der 20 Inseln mit seltenen Orchideen und Farnen beheimatet. Taucher können sich auf eine Entdeckungsreise begeben. Im 130 km² großen Wasserpark liegen über 20 Schiffswracks, die erkundet werden können.